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Olympische Spiele senken Selbstmordrate

Untersuchung bringt kurioses Ergebnis

Birmingham/Sidney (pte, 13. Februar 2004 13:15) - Ein Team britischer und australischer Wissenschaftler hat nachgewiesen, dass die Anzahl der Selbstmorde im Vorfeld der Olympischen Spiele in Sydney zurückgegangen ist. Nach Beendigung der Spiele kam es wieder zu einem deutlichen Anstieg. Die Wissenschaftler erklärten, dass die Bewerbe ein allgemeines Gefühl des Wohlergehens begünstigen könnten. Die Vorbereitungen für das Ereignis und die erwartete wirtschaftliche Belebung dürften ebenfalls eine Rolle spielen.

Die Forscher der University of Birmingham und der University of Sydney untersuchten die Selbstmordraten in Sydney und Neusüdwales für das ganze Jahr 2000. Zusätzlich wurden die entsprechenden Daten für die gleichen Regionen für die Jahre 1992 (Barcelona) und 1996 (Atlanta) erfasst. Im Jahr 2000 war die allgemeine Selbstmordrate mit 12,5 pro 100.000 Einwohner etwas niedriger als 1996 mit 13,3 und 1992 mit 12,9. Erst bei der jahreszeitlichen Verteilung zeigten sich deutliche Unterschiede. In den vergangenen Jahren kam es über das Jahr zu einer gewissen Fluktuation. Ein gradueller Anstieg wurde jeweils im Oktober festgestellt.

Im Jahr 2000 fielen die Selbstmordraten bis September ununterbrochen und stiegen im Oktober nach der Beendigung der Spiele plötzlich wieder an. Dieser Effekt war in Sydney am stärksten zu beobachten. In einem geringeren Ausmaß konnte dieser Effekt in ganz Neusüdwales nachgewiesen werden. Die leitende Wissenschaftlerin Louise Morganstein von der University of Birmingham erklärte gegenüber der BBC, dass Kriege einer der wenigen bekannten Faktoren seien, die die Anzahl der Selbstmorde verringerten. Dieser Rückgang wurde auf eine Atmosphäre allgemeinerer nationaler Interessen zurückgeführt. "Wir wollten untersuchen, ob ein positives Ereignis einen ähnlichen Effekt haben kann."

Aussender: pressetext.austria


Universität Birmingham
Universität Sydney
 

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