Der Frühling kann kommen.
WineTimes und ÖGZ kosteten die besten Frühlingsweine.Überraschungen und Konstante beim Fruehlingswein-Cup 2006.
Der Jahrgang 2005 bietet einige Überraschungen. Das liegt zunächst einmal ganz sicher am Wetter. Denn der eher regnerische Sommer brachte einige Winzer an den Rand der Verzweiflung. Speziell die zwei Tage Ende August, an denen es in manchen Gebieten mehr als 150mm Niederschlag gab, liessen viele Trauben platzen und mancherorts den Schimmel geradezu explodieren. Wer zu diesem Zeitpunkt schon komplett ausgedünnt hatte, war eindeutig im Nachteil. Erst Mitte September und dann im Oktober wurde es wieder richtig schön, das war allerdings für einige Rebsorten schon zu spät.
Für die meist später lesenden Kamptaler allerdings ein Segen, was man beim Riesling sehen – und schmecken kann. Die Stockerlplätze gehen geschlossen an das Kamptal, wobei Schloss Gobelsburg, Kurt Angerer und Willi Bründlmayer durchaus bekannte Namen sind, die Überraschung kommt aus Schiltern, wo Wolfgang Groll einen sehr feinen Riesling kelterte. Hinter den Kremstalern Proidl, Stadt Krems und Dockner zeigt erfreulicherweise der Riesling vom Mayer am Pfarrplatz wieder einmal, wie gut der Nussberg in Wien ist.
Ein wenig enttäuschend ist das Ergebnis allerdings beim Muskateller, der wohl kaum irgendwo an die Qualitäten der vergangenen Jahre anschliessen kann. Nur extremes Ausdünnen brachte halbwegs reifes Material und dann in extrem geringer Menge. In der Verkosterrunde wurde vermutet, dass sich einige Winzer heuer mit ein wenig Traminer oder Sauvignon – bis zu 15% gesetzlich erlaubt – beholfen haben, um noch etwas Dichte und Würze zu erreichen. Beim Muskateller haben die Steirer wieder einmal die Nase vorn: Walter Skoff, Dreisiebner, Ploder-Rosenberg und Tschermonegg holen sich die ersten Plätze, allerdings dicht gefolgt Manfred Bannert und Johann Diem aus dem Weinviertel, sowie Günter Fink aus dem Burgenland.
Beim Sauvignon-Blanc zeigt sich, dass der Trend, die Weine früh zu trinken gerade bei dieser Sorte unsinnig ist, denn fast alle brauchen einfach noch ein wenig Zeit auf der Flasche und zeigten sich noch zugeknöpft. Hier sind wir sicher, dass in zwei, drei Monaten die Wertungen deutlich besser ausfallen würden. Hier wieder eine kleine Überraschung: Den Sieg holte sich das Weingut Ploder-Rosenberg aus der Südost-Steiermark vor Hannes Sabathi vom Kranachberg und Lukas Markowitsch aus Göttlesbrunn. Auch „Burgenland ganz in weiss“ zeigt mit Hans Moser, Helmut Lang und Günter Triebaumer kräftig auf.
Die grosse Überraschung ist aber wohl, dass die Burgenländer und Weinviertler bei der Haussorte der Steirer, dem Welschriesling, abräumen. Die ersten Plätze gehen an Monika Strehn aus Deutschkreutz – sonst eher für ihre eleganten Rotweine bekannt, Robert Frohner und Helmut Taubenschuss aus dem Weinviertel und an das Bio-Weingut MeinKlang von Werner Michlits in Pamhagen am Neusiedlersee. Erst auf den Rängen dann die Steirer: Skoff, Gießauf-Nell, Harkamp und Domäne Müller, wieder durchbrochen von Burgenländern und Weinviertlern.
Insgesamt kann man aber sagen, 2005 ist gerade noch einmal gut gegangen, die Weine sind fruchtig, frisch – eben „klassisch“ österreichisch. Die kleine Gruppe Riesling aus 2004 zeigt ganz deutlich, dass es gut ist, die Weine etwas reifen zu lassen, alle Vorjahrsrieslinge brillierten jetzt mit wunderbarer Struktur und Eleganz.
Den gesamten Artikel in der ÖGZ mit allen Fotos und den verkosteten Wein finden Sie hier:
http://www.gast.at/bilder/BestofFruehlingswein2006.pdf
Die Jury:
Luzia Schrampf, Der Standard
Uschi Bammer, Wein-Consultant
Josef Schuster, Del Fabro,
Gerald Bayer, La Mercantile
Manfred Strametz, Weinbar „Winetime“
Walter Tucek, ÖGZ
Helmut Knall, Wine-Times
Wir danken Manfred Strametz und seinem Team von der Weinbar Winetime in 1070 Wien, Zollergasse 5 für die perfekte Abwicklung und Gastfreundschaft.
Top-Ten Welschriesling 2005.
1. Monika Strehn, Deutschkreutz, Mittelburgenland 15,3
2. Robert Frohner, Loidesthal, Weinviertel, 15 Punkte
und Werner Michlits, Weingut MeinKlang, Pamhagen, Neusiedlersee, 15 Punkte.
3. Helmut Taubenschuss, Poysdorf, Weinviertel, 14,9
4. Walter Skoff, Gamlitz, Südsteiermark, 14,8 Punkte.
5. Giessauf-Nell, Klöch, Südost-Steiermark, 14,5
6. Anton Steineder, Maustrenk, Weinviertel, 14,3
7. Gerhard Schaller, Podersdorf, Neusiedlersee, 14,1
und Christian Rainprecht, Oggau, Neusiedlersee-Hügelland, 14,1 Punkte.
8. Hannes Harkamp, Flamberg, Südsteiermark, 14
9. Domäne Müller, St. Florian, Weststeiermark, 13,6
und Günter Fink, Wallern, Neusiedlersee 13,6 Punkte.
10. Weingut Piriwe, Traiskirchen, Thermenregion, 13,4.
Top-Ten Riesling 2004/2005.
1. Schloss Gobelburg, Kamptal, 17 Punkte.
2. Kurt Angerer, Lengenfeld, Kamptal, 16,8 Punkte.
3. Willi Bründlmayer, Langenlois, Kamptal, 16,7 Punkte.
4. Wolfgang Groll, Schiltern, Kamptal, 16,6 Punkte.
5. Willi Bründlmayer, Langenlois, Kamptal, 16,5 Punkte.
6. A. & F. Proidl, Senftenberg, Kremstal, 16,4.
7. Willi Bründlmayer, Langenlois, Kamptal,
und Weingut Stadt Krems, Kremstal, 16,3 Punkte.
8. Winzerhof Dockner, Kremstal, 16,2 Punkte.
9. Mayer am Pfarrplatz, Wien,
und Reinhard Waldschütz, Strass, Kamptal 16 Punkte.
10. Gerald Diem, Obermarkersdorf, Weinviertel,
und Hermann Moser, Rohrendorf, Kremstal, 15,9.
Top-Ten Muskateller 2005.
1. Walter Skoff, Gamlitz, Südsteiermark, 16 Punkte.
2. Dreisiebner Stammhaus, Sulztal, Südstmk, 15,7.
3. Ploder-Rosenberg, St.Peter, Südost-Steiermark, 15,5
4. Erwin Tschermonegg, Glanz/Weinstrasse, Südstmk,
und Manfred Bannert, Obermarkersdf, Weinviertel, 15,3
5. Johann Diem, Hohenruppersdorf, Weinviertel, 14,6.
6. Günter Fink, Wallern, Neusiedlersee, 14,2 Punkte.
7. Hannes Harkamp, Flamberg, Südsteiermark, 14
8. Christian Kugel, Spielfeld, Südsteiermark, und
Günter Triebaumer, Rust, Neusiedlersee-Hügelld., 13,8
9. Weingut Krispel, Hof bei Straden, Südost-Stmk, 13,7
10. Willi Opitz, Illmitz, Neusiedlersee,
und Rudolf Rabl, Langenlois, Kamptal, 13,6 Punkte.
Top-Ten Sauvignon Blanc 2005.
1. Ploder-Rosenberg, St.Peter, Südost-Steiermark, 16,5
2. Hannes Sabathi, Kranachberg, Südsteiermark, 16,1
3. „Marko“, Lukas Markowitsch, Göttlesbrunn und Hannes Harkamp, Flamberg, Südsteiermark, 15,7.
4. Helmut Lang, Illmitz, Neusiedlersee und
Manfred Tement, Berghausen, Südsteiermark, 15,6.
5. Erwin Tschermonegg, Glanz, Südsteiermark, 15,3.
6. Stiftung Liechtenstein, Wilfersdorf, Weinviertel, 15.
7. Dreisiebner Stammhaus, Sulztal, Südstmk., 14,9.
8. Helmut Taubenschuss, Poysdorf, Weinviertel und Mayer am Pfarrplatz, Wien, 14,8 Punkte.
9. G. Triebaumer, Rust, Neusiedlersee-Hügelland, 14,7.
10. Walter Skoff, Gamlitz, Südsteiermark und Weingut Sonnhof-Jurtschitsch, Langenlois, Kamptal, 14,4 Punkte
Die Verkostungsnotizen aller Weine.
1. Frizzante
Noch etwas hefig im Duft, frische Äpfel und ein wenig Haselnuss. Am Gaumen frisch und süss-fruchtig, lebhafte Perlage, feiner Aperitif.
2. Welschriesling Sekt
Im Duft Heu und gelber Apfel, noch etwas vom Schwefel verdeckt. Am Gaumen sehr aufbrausend, frisch und weich mit deutlichem Restzucker, gute Länge.
3. GV Sekt
Würziger Duft, deutlich Veltliner, am Gaumen saftig, feine Perlage, herb-würzig und im knappen Abgang etwas bitter.
Welschriesling.
4. Welschriesling Müller
Frisch-saftig-steirisch, die Apfelwerbung passt auch hier, frisch gemähtes Heu. Am Gaumen wieder Apfel- und Zitrusfrucht, aber ein wenig lasch, bei einem steirischen Welsch wünschen wir uns doch etwas mehr knackige Säure, „just nice“.
5. Harkamp
Duft noch zurückhaltend nach frischen Äpfeln mit zarten floralen Noten. Am Gaumen saftig, frisch, sortentypisch knackig, zur Brettljause.
6. Terra Gomeliz
Grüne Noten, Wiese und unreife Äpfel. Am Gaumen wieder frischer Apfel, etwas Sauvignon-artig, leicht süssliche Zuckerlnoten und knackiges Spiel mit etwas trocknendem Abgang.
7. Skoff
Frische Äpfel und Wiesenkräuter im Duft. Am Gaumen saftige Granny Smith und knackiges Spiel, gute Struktur und „sehr lebendig“, „netter Terrassenwein“.
8. Giessauf-Nell
Heu und Blüten, dazu grüner Apfel im Duft. Am Gaumen etwas Gletscherzuckerl, frisch, saftig, ordentliche Länge „guter Sortenausdruck“.
9. Woditschka
Bissl reduktiv, derzeit vom Schwefel völlig verdeckte Apfelfrucht. Am Gaumen recht ordentlich, knackig und sauber, „Hoffnungsträger“.
10. Haimer
Floral, „Kamillentee“ und Eiszuckerl und süsse gelbe Fruchtnoten. Am Gaumen saftig, rund und ein bissl weich, im ordentlichen Abgang knackige Säure.
11. Weilinger
Bissl unreifer grüner Apfel und Wiesenkräuter im Duft, am Gaumen saftig und frisch, etwas weich, passable Länge, „Nette Frucht im Abgang“.
12. Frohner
Im Duft etwas reduktiv, Akazien-Blüten und gelbe Äpfel, am Gaumen saftig und frisch, sortentypisch, knackig und verspielt, im Abgang wieder knackige Äpfel, „macht Spass“.
13. Taubenschuss
Wiesenkräuter und frische Äpfel, recht typisch. Am Gaumen frisch und saftig, mit extraktsüsser Frucht und rassiger Säure, feingliedrig, animierend und spielerisch.
14. Piriwe Luftikus
Riecht nach Lavendel und Trockenblumen. Am Gaumen restsüsse Frucht mit knackiger Säure balanciert, recht gute Länge aber nicht wirklich sortentypisch.
15. Steineder.
Sortentypisch nach Apfel und Heu. Am Gaumen saftig und frisch-fruchtig, gut balanciert, macht Trinkspass.
16. Günter Fink
Zitronenmelisse und grüne Äpfel. Am Gaumen recht kräftige Säure, typisch frische Äpfel, „Rhabarberkompott“ leicht trocknend im Abgang.
17. Hillinger
Reduktives Stinkerl, das erst mit einiger Luft vergeht, getrocknete Kräuter und nur wenig Apfel. Am Gaumen gelbfruchtig, extraktsüss mit knappem Abgang, lasch, „wirkt wie mit Altwein verschnitten“, sortenuntypisch.
18. Schaller
Heu und ein wenig gelbe Äpfel im Duft. Am Gaumen saftig, ordentlich und gut balanciert mit animierendem Spiel, „sommerlich“, „unkompliziert“.
19. Strehn
Typische Heu- und Kräuternoten mit saftigem Apfel. Am Gaumen saftig und frisch, „sortentypisch“, „tolle Frucht“ mit knackiger Säure und guter Länge, macht Spass.
20. Rainprecht
Im Duft nach Heu und Apfel. und. Gaumen spielerisch und sauber, etwas breit, säurebetont, „ganz ok“.
21. Michlits MeinKlang
Anfangs leicht reduktives Stinkerl, dann schöner Apfelduft, gelbe Frucht und typische Heunoten. Am Gaumen saftige süsse Äpfel, gut balanciertes und animierendes Spiel, „bissl gerbstoffig“, gute Länge.
22. Opitz
Heublumen und frische Äpfel im Duft, am Gaumen saftig, „grünschalig“, ein bissl weich und kraftlos, etwas lebhaftere Säure wäre schön.
Muskateller und Muskat Ottonel.
23. Tschermonegg
Klarer typischer Muskateller, ein bisschen Minze, Hollerblüten und Limetten im Duft. Am Gaumen saftig und frisch, sortentypisch und gut balanciert, animierend, perfekter Aperitif.
24. Dreisiebner
Reife Muskatellernase, Rosen, am Gaumen saftig und frisch mit guter Struktur, würzig und animierend mit guter Länge, schon fast wie Traminer. „Unkompliziert“. „Ned denken, trinken“.
25. Giessauf-Nell
Verhaltene Nase, mostig, „wie am Boden liegende Mostbirnen“. Auch am Gaumen in diese Richtung, wirkt ein bissl unreif und mostig zugleich.
26. Harkamp
In der Nase derzeit vom Schwefel zugedeckte Frucht. Am Gaumen sehr feine Frucht und Würze, hat Struktur, „zeigt noch nicht, was in ihm steckt“, braucht wohl noch seine Zeit. Derzeit kaum zu bewerten.
27. Ploder-Rosenberg
Sehr intensive, „blumige“ Muskatnase. Am Gaumen saftig, „Quitten“, frisch und würzig, feine Struktur, ein wenig restsüss, aber „äusserst fein balanciert“, gute Länge. „Diesen Wein sollte man in einem Monat nochmals verkosten“.
28. Kugel
Verhalten im Duft, am Gaumen recht saftig und frisch mit rassigem Säurespiel, ordentlich; aber „das könnte auch was anderes sein“, „macht ein schlankes Gesicht“.
29. Krispel
Apfelduft, Kräuter, das könnte auch ein Welschriesling sein. Am Gaumen saftig, fruchtig, duftig, sehr rassige Säure, ordentliche Länge.
30. Strauss
Grasig, sehr verhalten traubig, nicht sehr Muskateller-typisch, am Gaumen saftig und knackig, aber eben nicht typisch.
31. Skoff
Feiner duftiger Muskateller, saftig, macht Spass, schön strukturiert, klassischer steirischer Muskateller.
32. Mayer am Pfarrplatz
Bissl stumpf, „Hollerblüten und Mandel“, kräuterwürzig. Am Gaumen sortentypisch und würzig aber ein bissl lasch, „zerbissene Marillenkerne“.
33. Hofkellerei Liechtenstein
Feuchte Pappe, würzige Kräuter, am Gaumen undefinierbar, etwas bitter und sehr säurebetont.
34. Maurer Röschitz
Eiszuckerl, Karamell und Strohblumen im Duft. Am Gaumen ganz ok. aber undefinierbar, ein wenig süsslich-floral, trocknend, rassige Säure.
35. Bannert
Feinduftig, Blüten und Trauben, sehr fein und sortentypisch. Am Gaumen saftig und würzig, gute Struktur, tolle Frucht, „stimmig“, sehr fein balanciert und lang.
36. Rabl
Ein bisserl staubig im Duft, traubig, am Gaumen süsslich und ein wenig aufdringlich, nach Traminer und Estragonsenf, ordentliche Länge, etwas herb im Abgang.
37. Dockner
Grün und tabakig-mineralisch, gelbfruchtig, am Gaumen spritzig, saftig, mit ein bissl spröden Tanninen, gut balanciert, animierend mit guter Länge.
38. Amon
Riecht nach Asche und Klebstoff. Am Gaumen grün und ein wenig scharf, unharmonisch, das macht keinen Spass
39. Hermann Moser
Der Duft spaltete die Jury ein wenig, von „sortentypisch“ bis „Hollerblia“, „Tomaten-Rispenduft“ bis „duftet eher nach unreifem Sauvignon“ war alles zu hören, am Gaumen gefiel er aber gut: saftig und frisch, würzig, gut balanciert, mit schöner Länge, animierend, wenn auch vielleicht nicht ganz sortentypisch, so doch ein schöner Wein.
40. Günther Triebaumer
Im Duft noch hefig und ein wenig gelbe Frucht, am Gaumen frisch und saftig, knackig, gut balanciert, noch ziemlich verschlossen, braucht noch etwas Reife.
41. Diem
Würziger Duft nach Gewürznelken, Blüten und rote Trauben. Am Gaumen ein wenig süsse Frucht, aber sehr schön balanciert und typisch, gute Länge.
Sauvignon Blanc.
42. Sauvignon Jurtschitsch
Salzig-mineralisch, „ein bissl grasig“, grüne Paprika, Stachelbeeren und etwas Holunderblüten – riecht irgendwie steirisch. Am Gaumen wieder typisch, fein balanciert, gut strukturiert mit ordentlicher Länge, guter Speisenbegleiter.
43. Waldschütz
Im Duft vegetabil, ein wenig Sauerkraut und Joghurt. Am Gaumen extraktsüss mit milder Säure, recht ordentlich aber nicht sortentypisch.
44. Dr.Unger
Riecht nach weissen Blüten, aber auch nach Gewürzgurkerl und Preiselbeeren. Am Gaumen süssliche Beerenfrucht, feingliedrig aber (noch) unharmonisch.
45. Kirchmayer
Im Duft nach Stachelbeeren, Kräuter und Zitronen. Am Gaumen „brav“, saftig, ordentliche Struktur, Balance und Länge, aber nicht aufregend.
46. Haimer
Riecht seltsam nach Geselchtem, roten Rüben und Ribisl. Am Gaumen ordentlich, aber nicht sortentypisch und ein wenig langweilig.
47. Leth
Sortentypischer Duft nach Stachelbeeren, Blüten und roten Ribisl. Am Gaumen saftig und frisch, extraktsüss, ein bisserl staubig mit lebendiger Säure.
48. Malat
Erst reduktives Stinkerl, dann gelbe Früchte, weisse Blüten und Stachelbeeren. Am Gaumen saftig, frisch und würzig, leider etwas süsslich.
49. Hermann Moser
Rote Paprika, Kräuter (Dille) und weisse Blüten im einladenden Duft, am Gaumen süsse Frucht, schöne Struktur, feine Würze, gut balanciert und lang.
50. Franz Anton Mayer
Bissl verhaltener Duft nach Stachelbeeren, Mango und Limetten, „Solero-Eis“ und Brennesseln, am Gaumen saftig und frisch mit rassiger Säurestruktur und guter Länge. Macht Spass.
51. Bannert
Gelbe Paprika, grüne Kräuter und Stachelbeeren. Am Gaumen extraktsüsse Frucht, gut strukturiert, animierendes Spiel und gute Länge.
52. Taubenschuss
Grüne Paprika, Stachelbeeren, Holunderblüten und ein Hauch Jasmin. Am Gaumen saftig und frisch, vollmundig und kraftvoll, gute Länge, sehr fein und sortentypisch.
53. Hofkellerei Liechtenstein
Im Duft Paprika, Spargel und Hollerkoch, ein bissl röstig und im Hintergrund floral. Am Gaumen saftig und vollmundig mit Struktur und guter Länge.
54. Steineder
Grüne Noten, „Spargelwasser“ und etwas Paprika im Duft. Am Gaumen frisch und fruchtig, „sweet and sour“, recht gut balanciert.
55. Woditschka
Ein bissl indifferent und verschlossen im Duft. Am Gaumen süsse Frucht und sauberes Spiel, allerdings auch ein wenig bitter im Abgang.
56. Marko
Typischer Duft nach Holunderblüten, Stachelbeeren und etwas Cassis. Auch am Gaumen süsse Frucht, vollmundig, gute Struktur, fein balanciert, schönes Spiel.
57. Lang Helmut
Einladender Duft nach Grapefruit, Stachelbeeren und floralen Noten, am Gaumen saftige Frucht, feingliedrig und elegant, schönes Spiel und gute Länge.
58. Tschermonegg
Im Duft ein wenig asiatisch angehaucht: Jasmin, Chutney und Sojasauce, Birnen und Limetten. Am Gaumen frisch, fruchtig mit guter Struktur und Spiel, voll und rund, gute Länge. Ideal zur asiatisch gewürzten Küche.
59. Dreisiebner
Im Duft steinfruchtig, Marillen, Stachelbeeren und weisse Blüten. Auch am Gaumen Marillen, schön strukturiert mit feiner Würze, könnte ruhig etwas lebhafter sein, im guten Abgang etwas adstringierend.
60. Strauss
Im kräuterwürzigen Duft finden sich auch laktische Noten nach Sauerkraut und Yoghurt, auch am Gaumen laktisch und ein wenig bitter, ordentliche Struktur und Länge, aber nicht typisch.
61. Ploder-Rosenberg
Floral und würzig im Duft, Stachelbeeren, gelbe Paprika und ein Hauch Cassis. Am Gaumen saftig, animierend und vollmundig mit feiner Struktur und guter Länge, sehr fein.
62. Terra Gomeliz
Gelbfruchtig mit zarten grünen Kräuternoten („Käspappel“) und ein wenig süsser Holzwürze. Am Gaumen schöne Frucht, gute Struktur mit spürbaren aber feinen Tanninen, gut balanciert.
63. Müller
Bissl staubig im Duft, „türkisches Brot“, Stachelbeeren, Kräuter und gelbe Früchte. Am Gaumen deutlich Co2, frisch-fruchtig und saftig, spritziges Spiel mit guter Struktur und Länge.
64. Harkamp
Sortentypischer Duft nach Blüten, roten Paprika und Cassis. Am Gaumen vollmundig und sehr fein strukturiert, animierendes Spiel mit guter Länge. Braucht noch Zeit.
65. Skoff
Traubig, floral, Stachelbeeren und gelbe Paprika. Am Gaumen extraktsüsse Frucht mit knackigem Säurespiel, „sweet and sour“, feine Struktur und gute Länge.
66. Tement
Noch etwas verhalten im traubigen Duft, Grüner Tee, Stachelbeeren, „Traminerwürze“, am Gaumen saftig, schöne Frucht mit guter Struktur und feiner Balance, animierend und relativ lang. Braucht noch Zeit.
67. Sabathi
Einladender Duft nach Cassis, etwas Steinobst, Ringlotten und weissen Blüten. Am Gaumen sehr fein balanciert, saftig, frische Frucht und gute Länge. Schon recht zugänglich.
68. Mayer am Pfarrplatz
Feiner Duft nach Brennessel, Sauerampfer und Marzipan, mit etwas Luft auch Stachelbeeren und Limetten. Am Gaumen sortentypisch und saftig, vollmundig mit feiner Struktur und guter Länge.
69. Hillinger
Nicht ganz typisch im Duft, „sehr blumig“, wird leicht muskiert, auch Aprikosen und Pfirsichnoten, auch am Gaumen eher untypisch, wirkt etwas gestylt, leicht adstringierend, gute Länge.
70. Hans Moser
Stachelbeeren, Paprika und Limetten im Duft. Am Gaumen saftig und vollmundig, knackig und animierend mit herrlichem Spiel, „stilsicher mit Potential“.
71. Günter Triebaumer
Sehr „blumig“ und gelbfruchtig im etwas verwaschenen Duft, am Gaumen saftig und frisch, „Bambussprossen“, schön strukturiert mit lebendigem Säurespiel „schmeckt besser als er riecht“, braucht Zeit. Passt zur asiatischen Küche.
72. Bernthaler
Stachelbeeren und Marillen mit feiner Kräuterwürze im Duft. Am Gaumen saftig, gut strukturiert und spielerisch, „bissl mild“, gute Länge.
73. Muskat Ottonel Fink
Im Duft sortentypisch, fein traubig, rotbeerig, am Gaumen leicht laktisch, „laute Muskatfrucht“, gut strukturiert, macht richtig Spass.
Riesling.
74. Cobenzl Riesling Classic
Verhaltener mineralisch- erdiger Duft, „braun“, dezente Steinobst-Frucht. Am Gaumen extraktsüss und ziemlich herb-würzig, mit schönem Spiel und ordentlicher Länge, aber (noch) unharmonisch.
75. Cobenzl Senator
Wieder erdig-mineralisch, noch sehr verschlossen, ein wenig tropische Frucht. Am Gaumen restsüss mit rassigem Spiel, gute Struktur aber auch noch völlig verschlossen, braucht noch Zeit.
76. FWW Domäne Wachau Federspiel Terrassen 2005
Florale Noten und duftige Marille, kühl-mineralisch. Am Gaumen saftig und rund, gute Struktur, wieder kühle mineralische Noten und leicht adstringierend herb im Abgang.
77. Proidl
Tiefer mineralischer Duft, einladend nach Steinobst und Litschi. Am Gaumen saftig, pikant, fest und spielerisch, elegant und lang. „Endlich Riesling“.
78. Stadt Krems.
Noch etwas verschlossener, fein mineralischer Duft mit Steinobst und Limette. Am Gaumen frisch, saftig-fruchtig, hat Struktur und Länge, leicht adstringierend im Abgang.
79. Hermann Moser Gebling
Klare Steinobstnoten im Duft, mineralisch-würzig, saftige Frucht auch am Gaumen, perfekt balanciert, „hat Charakter“, animierend und lang. Braucht noch Zeit.
80. Taubenschuss
Floraler Duft nach gelben Blüten, Steinobst und Zitrone, am Gaumen saftig, fein strukturiert, fein balanciert und lang.
81. Weilinger
Bissl hefig mit süssen Pfirsicharomen, am Gaumen „old fashioned“, mit kraftvoller Struktur und guter Länge.
82. Haimer RR 2004
Warme braune erdige Noten, Kräuter und gelbe Frucht dominieren im Duft. Am Gaumen „soft“ mit Bisquitnoten und guter Balance, für Liebhaber von geringerer Säure.
83. Jurtschitsch Alte Reben
Riecht und schmeckt ein wenig firnig, schon deutlich gereift, am Gaumen vollmundig, rund, schön balanciert und ausgewogen, leicht adstringierend.
84. Mantler Fels.
Total verschlossen, zeigt im Moment überhaupt nichts, auch am Gaumen neutral mit ordentlichem Spiel und passabler Länge, aber ohne Frucht. Derzeit nicht zu bewerten.
85. Waldschütz
Mineralisch kühl, Marillen und Zitrusnoten, lebendig schon im Duft, auch am Gaumen mineralisch, sehr fein strukturiert und animierend, sehr fein, „recht süffig“.
86. Kamper
Deutliche Petrolnoten, aber auch leicht laktisch, etwas Marille; auch am Gaumen leicht milchig und Apfelsäure-lastig, gute Struktur und Länge.
87. Lenz Moser Prestige
Bissl apfelig im Duft, duftig, weisser Pfirsich, „Ein bissl rustikal“. Am Gaumen frisch und saftig, mit zarten Firnen, „trinkfreudig“, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, gut balanciert, aber etwas herb im Abgang.
88. Angerer Donatus
Einladender Duft nach Steinobst und Limetten. Am Gaumen saftig, vollmundig und sehr gut strukturiert, hat Power und Kraft mit animierendem Spiel und guter Länge.
89. Mayer Nussberg
Erdig, braune warme mineralische Noten mit feinem Steinobst-Mix. Am Gaumen vollmundig, dicht und rund, sehr fein balanciert und lang. „Nicht uncharmant“.
90. Dockner Premium Rosengarten
Fruchtig frischer Duft nach Steinobst und würzigen mineralischen Noten. Am Gaumen frisch und saftig, stoffig, sehr fein balanciert, lebendig und lang, sehr gut gelungen.
91. Ernst Amon Casino
Im Duft Limetten und Himbeerzuckerl. Am Gaumen sehr süsse Frucht, etwas breit und nicht anregend.
92. Bründlmayer Zöbinger Heiligenstein 2004
Klarer Marillenduft, kräuterwürzig und mineralisch, Am Gaumen sehr lebendig mit toller Struktur und Würze, zart cremig und doch spielerisch-elegant, lang nachhallend.
93. Bründlmayer Terrassen 05
Feine mineralische Würze im etwas verhaltenen Duft, typischer Weingartenpfirsich, am Gaumen saftig dicht und fest, recht vollmundig, schöne Struktur, animierend und lang.
94. Bründlmayer Steinmassel 04
Feine Süsse schon in der Nase, „kandierte Melonen“, „Fruchtexotik“. Am Gaumen detto, bissl exotisch, sehr vollmundig und gut strukturiert, fein balanciertes Spiel mit guter Länge.
95. Gobelsburg 2005
Duftig, mineralisch, sehr sortentypischer Ausdruck nach Steinobst und Limetten. Am Gaumen Power und saftige Frucht, sehr fein balanciert, füllt den Gaumen völlig aus, schon sehr zugänglich, macht richtig Lust auf das nächste Glas, gute Länge.
96. Groll Riesling Hiesberg 2004
Feine mineralische Noten, schöne Frucht, Pfirsich und Litschi, feine Würze. Am Gaumen saftig mit Struktur und Balance, eleganter Stil, schönes Spiel, klingt lange nach.
97. Liechtenstein 2005
Verhaltener, ziemlich indifferenter Duft, auch am Gaumen keine Offenbar, eher einfach gestrickt mit etwas Restzucker und zarten Bittertönen im knappen Abgang.
98. Diem Weisser Riesling Sündlasberg 2004
Sehr mineralisch, gelbfruchtig, am Gaumen saftig und rund, sehr cremig, mit schöner Struktur und Frucht, lang, animierend und gut.